Judith Behmer (23),
hat während ihres Modedesign-
studium das Bekleidungs-
unternehmen
JuBee Ende 2007 gegründet.
Inzwischen hat sie das Studium abgeschlossen
und präsentiert halbjährlich eine neue Kollektion auf renommierten Veranstaltungen
wie z.B. der Krefelder Straßenmoden-
schau oder dem Walk of fashion in Berlin.
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Gern gesehen: Sex and the City[ Kommentare: 3 ]
Wie nicht anders nach meinem Post bei Twitter zu erwarten, war ich gestern in dem neuen Sex and the City-Streifen .
Bisher habe ich gerade mal eine gute Kritik über den neuen Film gelesen - doch hier kommt noch eine:
Wenn man mal diese ganze Glamour-Schicht inklusive deutlicher Markenpropaganda abkratzt, verbarg sich darunter eine wirklich gute Story.
Nachdem der letzte irgendwie eher melanchonisch angehaucht war, startete der Neue direkt mit Saus & Braus auf der Hochzeit von zwei alten, schwulen Bekannten. Hat man es nicht schon damals auf der Modenschau geahnt, als die beiden einander von Charlet vorgestellt wurden, dass es noch Material für eine Fortsetzung geben würde?
Nachdem also dann weiße Schwäne in einem eigens angelegten Kanal (drinnen) durch die Gegend plätschern, Carrie unerwartet wie Big in einem fabulösen Anzug + Fliege auftaucht (i like), gibt es selbstverständlich auch schon im ersten Abschnitt viele Männer: Ein Männerchor, vermutlich schwul, trotzdem heiss und weiß gekleidet. Dazu noch ein Trauzeuge, der - wie sollte es anders sein - selbstverständlich Samanthas Bekanntschaft macht.
Während Carries & Bigs Ehe zur Sofa-Gammelei mutiert, Charlet ständig in Nahaufnahme bei hässlichen Gesichtsausdrücken gezeigt wird (und damit meine ich nicht nur die Heulszene), schnappt sich Samantha zwischen Anti-Meno-Pausen-Pillen auf der Premiere von Smiths neuen Films die Produzenten bzw. Scheich - oder schnappt er sich Samantha - und läd sie ein, für eine Woche in die Vereinigten arabischen Emigrate zu kommen.
Natürlich dürfen ihre Freundinnen dabei nicht fehlen, und so folgen sie der Einladung. Die Reise lässt an Prunk nichts zu wünschen übrig und wenn man sich an dieser Stelle denkt, das einzig gutaussehende war bisher Smith, dann wird man enttäuscht: Carrie trifft einen Aidan auf dem Gewürzmarkt wieder, der äußerst gut in Form ist. Samantha schnappt sich einen dänischen Architekten, und wer denkt, dass Smith nicht zu überbieten ist, dem sei gesagt: Doch!
Wenn man nun schon fast auf dem Kinosessel einschläft, verpasst man die wichtigsten Stellen:
SAMANTHA WIRD WEGEN SEX VERHAFTET - wie könnte es anders sein, ich hatte das schon bei den seltsamen Blicken des arabischen Ehepaars geahnt, als sie noch an der Wasserpfeife nuckelt.
Dieses Highlight wird nur noch davon getoppt, dass der Scheich die Mädels nicht weiter bezahlt, und weil niemand der Girls 22.000 € für eine Nacht hinblättern will, müssen sie den Glamour abgeben (der gelungene Bruch zum Prunk) und nach Hause reisen. Weil Carrie ihren Reisepass auf dem Markt vergessen hat, düsen die vier schnell nochmal zurück, doch als sie tatsächlich erfolgreich den Reisepass gefunden hat, verliert Samantha mitten auf dem Markt ihre Tasche, sie fällt ihr aus der Hand und heraus fallen - wie könnte es anders sein: Jede Menge Kondome. Sogleich sind die Männer, die nur verschleierte Frauen und lange Traditionen gewohnt sind natürlich enorm erbost und was soll ich sagen: Samantha schleudert den Typen praktisch die Kondome um die Ohren, was soll ich sagen - wer auch immer sich das ausgedacht hat - ich liebe ihn bzw. sie jetzt schon. Das ist mein ABSOLUTES HIGHLIGHT des Filmes.
Der Film endet recht unspektakulär, Carrie gesteht Big das sie nach dem Abendessen mit Aidan herumgeknutscht hat (diesen Absatz habe ich wohl ganz vergessen, aber das musste ja auch kommen) - Samantha kann doch endlich den dänischen Architekten anstatt in der arabischen Wüste auf einer amerikanischen Düne genießen, Charlet findet heraus dass ihre bh-lose Nanny keine Männer mag sondern nur Frauen (was wahrscheinlich das Highlight für die Männer darstellt..ich fand es so typisch amerikanisch, dass es nicht erwähnenswert ist) und Miranda sieht auch am Schluss von allen vier Mädels definitiv am Besten aus, seltsamerweise. Samantha kann ihr gealtertes Aussehen zwar noch mit ihrer fabelhaften Ausstrahlung wieder wett machen, Carrie hingegen hat weder ihre sonst so schönen Haare (alleine die Farbe finde ich leicht langweilig) noch eine entspannte Augenpartie und Charlet - wie gesagt...ich finde ihre Mimik bei diversen Nahaufnahmen leicht grauenvoll.
Insgesamt fand ich den Film um Längen besser als den ersten Film, zeitweise zwar etwas langatmig, aber durchaus sehenswert. Und sicherlich habe ich auch noch die eine oder andere spannende Kleinigkeit nicht erwähnt.
Models - Menschen oder Kleiderständer?[ Kommentare: 0 ]
Meine eigene Bezeichnung "Exemplare" lässt mich mal wieder darüber nachdenken, was eigentlich Models sind.
Menschen, schöne Menschen, Dinge, Kleiderständer, bewegliche Vorführbüsten?
An dieser Stelle würden die Menschen, die sagen wir mal einige Wahrheiten, gut verdrängen können, entrüstet auffahren, wie ich überhaupt nur darüber nachdenken könnte.
Auch die aktuelle Trendwelle, bei denen Models, Designer und alles rund um Mode nun total hip ist, zieht diverse "14jährige Amateurmodels" nach sich, die sich selbst, nicht aber Kleidung oder Make Up usw. vor der Kamera präsentieren wollen. Und das ist doch eigentlich die Aufgabe eines Models. Deshalb soll ein Model wohl auch so und so laufen, diese und jene Haltung einnehmen, so und so gucken - und nicht weil es das Model perfekt repräsentiert.
Auch ich wähle Models nicht nach Schönheit aus - sondern danach, wie gut sie die Kleidung für mich repräsentieren, das fängt schon dabei an, wie die Haarfarbe zur Farbe der Kleidung passt usw. .
Wahrscheinlich bin ich kein leichter Arbeitgeber, denn ich will nicht nur Spass backstage, sondern auch an seine Grenzen gehen vor der Kamera - siehe beispielsweise Midsommar. Gut, dass ich Leute ganz gut motivieren kann ;-). In der Zeit, wo ich nun mit Amateurmodels zusammen arbeite (ich schreibe das bewusst kursiv, denn ich verwende hier die gesellschaftlich übliche Form zur allgemeinen Verständlichkeit), habe ich die Erfahrung gemacht, dass es wohl die größte Herausforderung für die Damen und Herren ist, sich selbst als Präsentationsobjekt zu sehen und das nicht mit einer Eigenpräsentation zu verwechseln. Dazu gehört auch die erste Lektion nicht in die Kamera zu schauen und schon gar nicht mit einem Dauergrinsen;-).
Ich für mich kann glaube ich ganz gut damit leben, die Models als Menschen zu sehen. Aber wenn gearbeitet wird, sind sie eben Teil eines Ganzen, eines Kunstprojekts, einer Vision. Wie in einem Theaterstück. Nur dass darin noch die Schwierigkeit besteht, nicht nur Story, Emotionen und Ausdruck rüber zu bringen, sondern auch die Kleidung zu präsentieren.
Die Leidenschaft der jungen Coco[ Kommentare: 0 ]
Zur Zeit beschäftige ich mich mit fabelhaften Eigenschaften wie Leidenschaft, Sehnsucht, Fernweh und dergleichen mehr. Dazu ist mir auch die Biographie von Coco Chanel in die Hände gefallen. Auf den Punkt gebracht sind darin ihre Zitate:
"Der leidenschaftlich Liebende ist ein Athlet, er kennt weder Hunger noch Kälte, noch Müdigkeit, er lebt wie durch ein Wunder"
Wenn sich das erste vielleicht objektiv auf Liebe bezieht, finde ich, kann man es doch auch ganz gut in einem anderen Kontext sehen. Das zweite Chanel'sche Zitat führt das meiner Meinung nach noch weiter aus:
"Der von Leidenschaft Getroffene ignoriert die Außenwelt, die anderen Menschen, er sieht in Ihnen nur noch Instrumente, weder die Zeit noch das Glück der Anderen, noch die Rechte, nichts existiert mehr für ihn."
Um einen kurzen Abstecher zu Miss Chanel in ihrem Buch zu machen: Der Eindruck der sich mir vermittelt war ein gemischter, sie wirkt auf mich ein bisschen wie Audrey in . Wie ein rebellischer Fratz, der eigentlich nicht in die Gesellschaft passt, daher wohl auf wohlhabende Männer anziehend wirkt und das u.a. beruflich nutzt.
Interessanter finde ich da ihren Nachfolger Karl, aber dazu an anderer Stelle.
Im Interview: Fotograf und brandjobber-Initiator Matthias Hoelkeskamp[ Kommentare: 0 ]
Nach einem Kaffee im Grey Bistro/Düsseldorf (wie auch immer das nochmal heißt) und Sympathie auf einer Art rebellischen Gemeinsamkeitsebene beschlossen wir, beim nächsten brandjobber zusammenzuarbeiten. So könnt ihr im vierten Brandjobber nicht nur meine Kleidung, sondern auch meine Models betrachten, sogar eines davon auf dem Cover.
Das habe ich zum Anlass genommen, mir Olaf direkt mal zu einem Interview zu schnappen. Ich finde seine Antworten fabelhaft. Und ihr?
Du bist Initiator des Onlinemagazins "brandjobber". Wie kamst Du auf die Idee, ein eigenes Heft zu gründen?
brandjobber ist ein buttom-up Magazin für Angehörige der Kreativwirtschaft, Kommunikations-Dienstleister und auch die Marketingleute. Gerade die Werber versuchen uns ihre Branche und die Themen ihrer zahlenden Kunden ja immer als besonders aufregend, wenn nicht geil zu verkaufen: Hier ein neues App und da endlich die Adresse eines sonst unauffindbaren Restaurants oder eine tolle Idee zum Shoppen. Zum Abgähnen. Kommunikation verkommt zum Kreisverkehr für immer die gleichen Botschaften. Da kann man beim Ausdenken solcher Mitteilungen auch beim Latte Macchiato in einem öden Werber-Bistro hocken – wird trotzdem nicht aufregend. Ist ja unter Monetarisierungsgesichtspunkten völlig okay, aber manchmal hat man ja doch vielleicht einmal das Bedürfnis nach einer anderen Form geistiger Nahrung und nach weniger mainstreamigen Themen. Dafür ist brandjobber. Weil es das in dieser kleinen niedlichen Form noch nicht gab, hab ich es eben gemacht.
Was ist das Besondere an Deiner Publikation?
Bemerkenswert ist der Umstand, dass sich immer klasse Leute gefunden haben, die mich als Designer und Layouter in der Umsetzung unterstützt haben – ganz ohne Monetarisierung, also ein rein ideeles Vorhaben, dass der Öffentlichkeit als geldwerter Vorteil zu Gute kommt. Dadurch ist es auch ehrlicher als vieles andere, was einem sonst so unter die Augen kommt.
An wen richtest Du Dich?
Der brandjobber richtet sich an alle, die sich für Kommunikation, kreative Kultur und die transportierten Themenfelder Lifestyle, Trends und Genuss interessieren. Fashionleute sind mir wichtig. Ich verstehe Fashion als kulturelles Gestaltungsfeld, dass nicht mit den Vertikalen Konzepten von der Großfläche in Eins zu setzen ist. Tragbarkeit, Schickette und so. Für Franzosen zum Beispiel ist dieses Verständnis ganz normal.
Arbeitest Du für das Heft auch mit Jungdesignern zusammen?
Klar, die haben oft noch ein lebendigeres Interesse, auch mal etwas Neues zu probieren …
Wird es "brandjobber" irgendwann auch mal in gedruckter Form zu lesen geben?
Who knows? Gerne, vielleicht findet sich auf diesem Wege ja jemand, mit dem sich der brandjobber mit den für ein Geschäftsmodell erforderlichen Attributen - Anzeigenakqise, Mediadaten, performante Plattform usw. - ausstatten lässt.
Zu guter Letzt eine persönliche Frage: Welche Kleidung bevorzugst Du privat?
Ich habe da eine grauenhafte NIKE Trainingshose, die ich irgendwo mal aus der sprichwörtlichen Rotkreuztüte gezogen habe, die ist zuhause mein absoluter Favorit. Ansonsten mag ich spannenden Crossover, der auch schon mal NO-Gos integriert. Gestern habe ich z.B. zu einem privaten Termin beige Bundfaltenhose mit tailliertem Oberhemd und wirklich klasse körpernah geschnittener Levis-Jeansjacke getragen. Ich fand‘s super.
Bitte beachtet auch diesen Aufruf für brandjobber numero 5!
Vielen Dank für das erfrischende Interview!
Voila: Face numero vier - Kilian[ Kommentare: 0 ]
Als Kilian mir eine Email schickte, fand ich von Anfang an, dass er sehr gut in die Sparte "eiskalter Blick" passt. Ich mag das bei Models sehr gerne. Kilian gibt selbst casual wear den gewissen Schuss Eleganz.
Natürlich hat er mir, wie jeder andere auch, seine Fragen beantwortet und ich musste zugegebenerweise ein wenig schmunzeln:
Was magst Du an Dir gern?
"Meine Augen. Grün-Blau mit einem gelben Ring um die Pupille."
Was magst Du an Dir überhaupt nicht?
"Da fällt mir auf die Schnelle nichts ein."
Kurz gefasst: Es passt ins Bild. In ein gutes Bild.




